Fr 28.03.2025, 19.30 Uhr | Halle 424
Vortrag: „Krieg und Nachkriegsgesellschaften aus feministischer Perspektive“
Ludwig van Beethoven: Septett Es-Dur op. 20 (Ausschnitt)
Ethel Mary Smyth: Streichtrio D-Dur op. 6 (Ausschnitt)
Louise Farrenc: Nonett Es-Dur op. 38 (Ausschnitt)
Vortrag: Niklas Balbon
Violine: Hugo Moinet
Viola: Yitong Guo
Violoncello: Olivia Jeremias
Kontrabass: Katharina von Held
Flöte: Manuela Tyllack
Oboe: Sevgi Özsever
Klarinette: Christian Seibold
Horn: Pierluigi Santucci
Fagott: Minju Kim
Hugo Moinet wurde 1992 in Royan (Frankreich) geboren. Nach seinem Diplom in der Klasse von Annick Roussin am Conservatoire à rayonnement régional de Paris begann er sein Studium an der Musikhochschule Freiburg bei Julia Schröder. Hierauf wechselte er an die Musikhochschule Lübeck in die Klasse von Heime Müller und schloss dort sein Bachelor- und Masterstudium ab. Orchestererfahrung sammelte er u. a. im Orchestre Français des Jeunes, im Philharmonischen Orchester Freiburg, im Ensemble Resonanz und als Akademist in der Staatskapelle Berlin.
Yitong Guo wurde in Lanzhou (China) geboren und wuchs in Beijing auf. Er studierte an der New Yorker Juilliard School, der Manhattan School of Music sowie an der Barenboim-Said Akademie Berlin und am Mozarteum Salzburg. Derzeit setzt er sein Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fort. Zu seinen Lehrern und Mentoren gehören Thomas Riebl, Pinchas Zukerman, Hartmut Rohde, Anna Kreetta, Patinka Kopec, Samuel Rhodes. Yitong Guo erhielt den 1. Preis beim International Clara Schumann Competition, den 2. Preis beim Hudson Valley String Competition, Young Artist Award des National Arts Centre in Kanada und den 5. Platz beim International Max Rostal Competition. Als Musiker hat er an verschiedenen Festivals und Meisterkursen teilgenommen, wie z.B. am Ravinia Festival, am Yellow Barn Festival, am International Musicians Seminar Prussia Cove und an der Seiji Ozawa International Academy. Seit 2020 ist Yitong Guo Bratscher im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg.
Olivia Jeremias zählt zu den herausragenden Cellistinnen ihrer Generation. Im Alter von fünf Jahren begann sie zu spielen. Unterrichtet von namhaften Cellisten wie Peter Bruns, Colin Carr und Josephine Knight schloss sie ihr Studium an der Carl Maria von Weber Hochschule Dresden sowie an der Royal Academy of Music London jeweils mit Auszeichnung ab. Bereits im Alter von 20 Jahren führte sie – vom Rundfunk übertragen – Dvoráks Cellokonzert unter der Leitung von Sir Colin Davis in der Dresdner Semperoper auf. Als 1. Preisträgerin des Heran Wettbewerbes in Tschechien sowie als Finalistin im Antonio Janigro Wettbewerb in Zagreb fand sie internationale Anerkennung. 2004 erhielt sie den Pierre Fournier Sonderpreis. Olivia Jeremias tritt regelmäßig als Solistin mit verschiedenen Orchestern auf, so auch als Interpretin von Tan Duns Cellokonzert „The Map“ mit den Essener Philharmonikern. Sie war zu Gast bei bekannten Festivals wie dem Kilkenny Festival in Irland, dem Encuentro de Música y Academia Festival in Santander/Spanien, dem Highgate Festival und Spitalsfield Festival London und trat im Sommer 2004 beim Music at Menlo Festival in San Francisco/USA auf. Seit September 2005 lebt Olivia Jeremias in Hamburg, wo sie die Stelle der Solocellistin des Philharmonischen Staatsorchesters übernommen hat.
Katharina von Held ist seit 1997 Kontrabassistin des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Ihre Liebe zum Kontrabass entdeckte sie über den Jazz. Sie studierte an der Frankfurter Musikhochschule bei Günther Klaus. Zu ihren weiteren Lehrern gehörten Gary Karr, Klaus Stoll sowie Dieter Manderscheid. Ihren beruflichen Werdegang begann sie als stellvertretende Solobassistin beim Staatsorchester Mainz, weitere Stationen waren der Saarländische Rundfunk und das Radio-Sinfonie-Orchester in Luxemburg. Ihr kammermusikalisches Engagement zeigt nach wie vor ihre Liebe zum Jazz. Neben rein klassischen Formationen wie dem „Frankfurter Kontrabassquartett“ stehen Crossover-Ensembles wie „The Philharmonic Clowns“ (gemeinsam mit Philharmoniker-Klarinettist Christian Seibold) im Vordergrund. Sie ist seit vielen Jahren auch pädagogisch tätig, u. a. an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Musikhochschule Rostock.
Bereits als Kind war die 1968 in Hamburg geborene Manuela Tyllack vom schönen Klang der Flöte fasziniert und erhielt im Alter von zehn Jahren ihren ersten Querflötenunterricht. Mit 15 wechselte sie zu Michael Bardeli, damaliger Flötist des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, der sie entscheidend prägte und in ihr den Wunsch weckte, Orchestermusikerin zu werden. Ein erster Preis bei Jugend musiziert und andere Auszeichnungen ebneten den Weg zum Studium in der Flötenklasse von Karlheinz Zoeller an der Hochschule der Künste in Berlin, dem sich von 1992 bis 1994 ein Stipendium an der Karajan-Akademie anschloss. In diesen zwei Jahren wurde sie von Andreas Blau unterrichtet und konnte bei Konzerten und Tourneen der Berliner Philharmoniker durch Nordamerika, Japan, Israel und Europa mitwirken. 1994 erhielt Manuela Tyllack ihre erste Anstellung als Soloflötistin in Lübeck, welcher 1996 ein Engagement als stellvertretende Soloflötistin des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg folgte.
Sevgi Özsever studierte Oboe und Komposition am Konservatorium in Istanbul sowie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und der Universität der Künste in Berlin. Erste Orchestererfahrungen sammelte sie bei der Jeunesses Musicales und bei der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein-Musikfestivals. Sie besuchte Meisterkurse bei François Leleux und Albrecht Mayer und war Stipendiatin der Eczacibasi Kulturstiftung und des DAAD. Sevgi Özsever war Akademistin der Orchesterakademie der Staatsoper Berlin, spielte an der Staatsoper Stuttgart (Solo-Englischhorn) und gab Solokonzerte mit dem Istanbul Symphonie-Orchester und den Berliner Symphonikern. Seit 2007 ist sie stellvertretende Solo-Oboistin des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg.
Christian Seibold wurde 1966 in Waiblingen (Baden-Württemberg) geboren. Als Jungstudent ging er bereits mit 17 Jahren an die Musikhochschule München, wo er von 1982 bis 1989 bei Gerd Starke Klarinette studierte. Über die Frankfurter Oper kam er 1993 als Hoher Klarinettist zum Philharmonischen Staatsorchester nach Hamburg. Seine Orchestertätigkeiten führen ihn zu international renommierten Orchestern wie dem NDR Elbphilharmonie Orchester, den Münchner Philharmonikern oder dem Gürzenich Orchester, wo er unter Dirigenten wie Valery Gergiev, Giuseppe Sinopoli oder Wolfgang Sawallisch gespielt hat. Auch an den großen Opernhäusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, der Oper Köln, der Oper Essen und der Staatsoper Hannover ist er ein regelmäßiger Gast. Neben dem Orchester betätigte sich er sich schon früh als Klavierbegleiter. Nach seiner Liebe zur Oper und zum Gesang, gilt seine Leidenschaft auch dem Jazz. 2005 gründete er zusammen mit Larry Elam (Trompete) die „Philharmonic Clowns“, die regelmäßig mit beliebten Jazzstandards in Hamburg zu hören sind. Ein weiterer wichtiger künstlerischer Schwerpunkt Seibolds liegt in der Kammermusik. In verschieden Ensembles spielte er u. a. beim Schleswig-Holstein Musikfestival, in Hitzacker und den Waldhaus Konzerten Flims. Neben seiner Tätigkeit als Klarinettist engagiert er sich auch als Dozent am Hamburger Konservatorium und als Juror beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Als Bläserdozent bereitet er verschiedene Jugendorchester wie das Albert-Schweitzer Jugendorchester, das Orchester der Universität Hamburg sowie verschiedene Sommerakademien auf ihre Konzerte vor.
Minju Kim wurde in Seoul, Süd-Korea geboren und erhielt ab ihrem elften Lebensjahr Fagott Unterricht. Sie gewann beim 73. Internationalen Musikwettbewerbs Prag Frühling nicht nur den ersten Preis, sondern auch fünf Sonderpreise. Sie war ebenfalls die Preisträgerin beim Internationalen Muri Musikwettbewerb, wo sie auch mit dem Publikumspreis geehrt wurde.
Schon früh wurde sie mit zahlreichen ersten Preisen bei prominenten Wettbewerben in Korea ausgezeichnet, wie z.B. dem ersten Preis beim Musikwettbewerb der Zeitung Dong-a Ilbo, dem ersten Preis und dem Oberbürgermeisterpreis beim Musikwettbewerb des Fernsehsenders Busan MBC usw.
Vor kurzem spielte sie als Aushilfe bei Tonhalle Orchester Zürich, Münchner Philharmoniker und Zürcher Symphoniker. Während ihres Praktikums beim Berner Symphonieorchester hat sie ebenfalls ihre Orchestererfahrung vertiefen können. Außerdem nahm sie als Leiterin für Holzblasinstrumente des Amateur-Projektorchester am Gstaad Menuhin Festival teil.
Minju Kim studierte ihren Bachelor an der Seoul Nationale Universität. Danach schloss sie ihren MA an der Zürcher Hochschule der Künste ab, wo sie sich gerade bei Matthias Rácz im Studiengang MA Specialized Music Performance - Solistin/Solist befindet.
Seit der Spielzeit 2022/23 ist Minju Kim Mitglied des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg.
In dieser Saison feiert die Reihe Musik und Wissenschaft des Philharmonischen Staatsorchesters 10jähriges Jubiläum. Ein Grund, nach vorn zu blicken! In die Zukunft, auf das, was Wissenschaft und Musik im Jahr 2025 zu sagen haben werden. Als neuen Kooperationspartner auf dem Weg der unbegrenzten Möglichkeiten begrüßen wir „Science Slam”, die Expert*innen darin sind, die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung kurz, knackig und wissenschaftlich korrekt auf die Bühne zu bringen. Um das Anliegen verständlich und unterhaltsam zu vermitteln, sind alle Hilfsmittel erlaubt.
In den drei Themenkonzerten dieser Saison werden Musik und Wissenschaft weniger als sich ergänzende Gegensätze, denn als komplementäre Felder der Kreativität zu erleben sein. Verhandelt wird nichts weniger als die Zukunft: die aktuellen wissenschaftlichen Durchbrüche, die an drei Abenden in eigens darauf abgestimmten Kammermusikprogrammen der Musiker*innen des Philharmonischen Staatsorchesters explodieren dürfen.
Ort: Halle 424, Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg
Preis: € 28,00